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RIV-EUROP 

Es 027
Foto: 9.7.1999, dl
Fcs 088
Foto: 4.8.2007, dl
Res 687
Foto: 25.4.1999, dl

Die Wurzeln der EUROP-Güterwagen-Gemeinschaft gehen bis in das Jahr 1951 zurück. Damals schlossen die Deutsche Bundesbahn (DB) und die Französische Staatsbahnen (SNCF) auf Grundlage des RIV (Übereinkommen über die gegenseitige Benutzung der Güterwagen im internationalen Verkehr (Regolamento Internationale Veicoli)) ein Abkommen, wonach ein Teil ihrer Güterwagen gemeinsam genutzt werden konnten. 1953 führte dieses erfolgreiche Abkommen zur Gründung der Europäischen Güterwagengemeinschaft, der die CFL, DB, DSB, FS, NS, ÖBB, SAAR, SBB, SNCB und SNCF angehörten. Jede Bahngesellschaft brachte eine bestimmte Anzahl offener und gedeckter Güterwagen ein, die innerhalb der Gemeinschaft freizügig verwendet werden konnten. Alle dem EUROP-Fahrzeugpool angehörenden Fahrzeuge erhielten auf der Seitenwand zusätzlich zur Landeskennung den Schriftzug "EUROP", zunächst zusammen mit der Eigentumsangabe, Wagennummer und Gattungsbezeichnung in einem rechteckigen Rahmen, mit Einführung der 12-stelligen Wagennummer zum 1.1.1964 separat stehend. 

    In Zeiten des wettbewerbsorientierten Schienengüterverkehrs birgt das fast ein halbes Jahrhundert alt gewordene Abkommen eher Nachteile. So haben die Einstellbahnen z.B. nur eine beschränkte Zugriffsmöglichkeit auf ihre eigenen Wagen. Zuletzt bringen die neun Einsteller DB Cargo, CFL, FS, ÖBB, Railion Benelux, Railion Denmark, SBB, SNCB und SNCF 78.000 Güterwagen in elf verschiedenen Gattungen ein. Von dieser Anzahl stammen fast die Hälfte von DB Cargo. Im November 2001 wird schließlich die Auflösung der Gemeinschaft beschlossen. Als letzte Aktivität legt der EUROP-Ausschuss im Mai 2002 fest, wie die Wagenrückführung zu den Einstellern zu regeln ist. Zum 1.11.2002 wird das Austauschverfahren bei zweiachsigen Güterwagen von 01 RIV-EUROP in 21 RIV und bei Drehgestell-Güterwagen von 11 RIV-EUROP in 31 RIV geändert. Der Schriftzug EUROP wird sukzessive gelöscht. 


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