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  Snps(-x) 719 

Drehgestell-Flachwagen mit Niederbindeeinrichtungen
Foto: Snps 719, 31 80 472 3 835, Malchow, 20.4.2004, dl

Nummernbereiche:  472 3 000 - 472 4 959  Snps, Baujahr 1980
  472 4 960 - 472 4 961  Snps, Bj. 1977, Prototypen
  472 5 000 - 472 5 699  Snps-x

vorherige Bezeichnung:  Sps 719  

Snps 719, 31 80 472 4 288-4
Foto: Gernrode (Harz), 26.9.1997, dl

Speziell für den Transport von Rohren, Stamm- und Schnittholz entstehen 1977/78 zwei Prototypen eines zweiachsigen Drehgestellwagen, die von der DB als Sps 719 bezeichnet werden. Beide Wagen besitzen eine Feststellbremse.

     Zwischen 1980 und 1982 werden insgesamt 1.960 Serienwagen beschafft, die infolge größerer Wagenbreite und modifizierter Rungen samt Spanneinrichtungen eine mindestens 4 m² größere Ladefläche aufweisen. Das Untergestell ist eine Schweißkonstruktion aus Walz- und Abkantprofilen und besteht hauptsächlich aus den beiden äußeren fischbauchartigen Langträgern, die zusammen mit den Querverbindern ein Traggerüst bilden. Pro Seite besitzen die Wagen acht 2 Meter hohe, fest mit dem Langträger verbundene Doppelrungen. Die Rungen sind innen mit Hartholz - später mit Kunststoff - ausgekleidet.

     Zur Sicherung der Ladung ist jedes Rungenpaar mit einer Niederbindeeinrichtung versehen, die von einer Person bedient werden kann. Die Niederbindeeinrichtung besteht aus dem zur Schonung des Ladegutes ummantelten Spanngurt mit Kette, Dämpfungszylinder zur Reduzierung des Rückschlags, Spanneinrichtung zur Aufbringung der Vorspannkraft und Rasten zum stufenweisen Einhängen des Spanngurtes. Spanneinrichtung und Dämpfungszylinder befinden sich an den Rungen der einen Wagenseite, die Rasten zum Einhängen auf der gegenüberliegenden Seite.

     Der Wagenboden ist vollständig mit begehbarem Lochblech - bei den Protoypen mit Riffelblech - abgedeckt. Ein Befahren mit Fahrzeugen ist nicht zulässig. In Höhe der Rungen und jeweils 1 Meter vor den Wagenenden sind feste hölzerne Ladeschwellen angeordnet. Etwa 200 Wagen sind mit einer Feststellbremse ausgestattet.

    Weiteres:
  • Zwischen 1988 und 1990 werden die Sps 719 in Snps 719 umgezeichnet.
  • Ein Musterwagen (472 4 846) präsentiert sich 1995 in verkehrsroter Farbgebung mit "DB Cargo"-Anschrift.
  • 1999/2000 werden 700 Wagen, die ausschließlich im Stahlverkehr genutzt werden sollen, auf intakte Rungenauskleidungen und Niederbindeeinrichtungen hin untersucht und ggf. ausgebessert. Diese Wagen werden zu Snps-x 719 umgezeichnet.
  • 2002 werden über 100 Snps-x zu Snps umgezeichnet.

    Bestand:
  • Ende 1999 zählen 1.455 Snps und 503 Snps-x zum Einsatzbestand.
  • Mitte 2000 sind 1.298 Snps und 660 Snps-x im Einsatz.
  • Ende 2002 sind ca. 1.365 Snps und ca. 590 Snps-x im Einsatz.


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